Kategorie: Sehenswürdigkeiten

Blücherdenkmal in Weisel

Das Blücherdenkmal im Rheinland-Pfälzischen Weisel erinnert an die Rheinüberquerung der Schlesischen Armee unter Gebhard Leberecht von Blücher im Rahmen der Befreiungskriege.
Gebhard Leberecht von Blücher
Das Blücherdenkmal in Weisel

Das Zentrum der Armee mit Blücher und den Korps Yorck und Langeron war im Raum Kaub auf dem Taunus gesammelt. In der Silvesternacht 1813/14 setzten die Vorhut und erste Truppen in Nachen über den Rhein. Teile der Truppen lagen direkt bei Weisel, dessen Einwohner in Mitleidenschaft gezogen wurden zum einen durch Plünderungen, zum anderen durch eingeschlepptes Fleckfieber, an dessen Folgen mindestens 70 Bewohner nach dem Truppenaufmarsch verstarben.

100 Jahre später, im Jahr 1913, gründete sich in Weisel ein Denkmalausschuss. Es wurde beschlossen, ein Denkmal zu errichten, welches einerseits an die Verdienste Blüchers beim Sieg über Napoleon erinnern sollte, aber auch ein Gedenken an die Opfer in der Bevölkerung darstellen sollte. Nach Sammlung entsprechender Gelder in der Gemeinde begann der Steinmetz Johannes Sipp mit dem Aufbau.

Die Einweihung des Denkmals erfolgte am 14. September 1914, sechs Wochen nach Eintritt des Deutschen Kaiserreichs in den Ersten Weltkrieg.

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100 Jahre Freistaat Flaschenhals

JUBILÄUM IM OBEREN MITTELRHEINTAL

Nach dem ersten Weltkrieg von den Besatzern bei der Gebietsaufteilung vergessen: Vor 100 Jahren gründete eine kleine Region im Mittelrheintal ihren eigenen Freistaat Flaschenhals.

Als der Oberbefehlshaber der alliierten Armeen im Oktober 1918 mit einem Zirkel in die Städte Mainz und Koblenz sticht und einen Radius von 30 Kilometern zeichnet, bleibt ein Streifen Land dazwischen übrig. Von Kaub und Lorch am rechten Rheinufer bis in den Raum Limburg sind die Bewohner fortan sich selbst überlassen.

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Hinweisschild am Rheinufer
Karte des Freistaats Flaschenhals, 1919–1923

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BMW Motorradmuseum Weisel

Die Leidenschaft von Reinhard Gaede hat drei Buchstaben und ist weiß-blau. Dass Gaedes Objekte der Begierde oft reichlich betagt sind, das macht sie für den passionierten Sammler nur noch reizvoller. Im „BMW- Motorradmuseum Weisel“ stellt der Sammler 50 Maschinen der renommierten bayerischen Motorradschmiede aus.

Natürlich gibt der Betreiber der nach seinen Angaben größten öffentlichen Privatsammlung Deutschlands gerne Auskunft über die technischen Details seiner Maschinen. Schließlich kennt er sie in- und auswendig. In unzähligen Stunden wurden die Zweiräder liebevoll restauriert und wieder fahrtüchtig gemacht. Die meisten könnten sofort wieder auf die Straße rollen, doch darauf kommt es gar nicht an. Wie sie da stehen, mattschwarz glänzen, die wenigen Chromteile hochpoliert, verströmen sie den Hauch von Eleganz, vom gemütlichen Tuckern aus einer Zeit, als die Pferdestärken noch nicht das A und O des Motorradbaus waren.


Der Mythos BMW entstammt auch der Zuverlässigkeit der Motoren mit dem markanten, querliegenden Boxermotor, mit dem tiefen Schwerpunkt, sodass die Maschinen wie ein Brett auf der Straße lagen. Gaede weiß viele Geschichten von der BMW zu erzählen, auch von den Wegen und Umwegen, über die sie zu ihm gelangten. Das macht den Besuch nicht nur für Fachleute und Liebhaber interessant.

Kontakt
BMW-Motorradmuseum
Glück-Auf-Str. 18 (Gewerbegebiet)
56348 Weisel

Reinhard Gaede
Telefon: +49 (6774) 9326

Frau Bock
Telefon: +49 (6726) 830850

Öffnungszeiten
April bis Oktober: jeden 1. Sonntag im Monat von 13.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro (Kinder frei)

Entfernung: ca. 700 m

Kloster Eberbach

Das mystische Kloster in der Nähe von Eltville am Rhein.
War es einst eines der bedeutendsten Zisterzen Deutschlands, hat es bis heute an geheimnisvoller Kraft nichts verloren. Das Veranstaltungs-Portfolio reicht von Besichtigungen über Weinproben bis zu authentischen Übernachtungsmöglichkeiten.

Auch die „Klosterschänke“ hat neben einem geschichtsträchtigen Ambiente viel Leckeres zu bieten.

 

Entfernung: ca. 40 km

Bildquelle: Fritz Geller-Grimm – Eigenes WerkCC BY-SA 2.5Link